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IT-Sicherheit · Zuletzt aktualisiert am

Windows 10 Supportende: Was KMU und Privatnutzer jetzt tun müssen

Windows 10 wird seit dem 14. Oktober 2025 von Microsoft nicht mehr unterstützt. Sicherheitsupdates gibt es seither nur noch über das kostenpflichtige bzw. an Bedingungen geknüpfte Extended Security Updates (ESU)-Programm – und für Unternehmen endet das erste ESU-Jahr am 13. Oktober 2026. Wer Windows 10 in der Firma weiter nutzen will, muss jetzt für Jahr 2 bezahlen oder umsteigen. In diesem Ratgeber zeigt Krempl-IT, was im Oktober 2026 konkret gilt, welche Fristen für Firmen und Private laufen und wie der Windows 11 Umstieg im Unternehmen sauber gelingt.

Stand Oktober 2026: Was jetzt gilt

Kurz gesagt: Windows 10 läuft weiter, erhält ohne ESU aber keine Sicherheitsupdates mehr. Für Unternehmen endet ESU Jahr 1 am 13. Oktober 2026 – danach gibt es Updates nur mit bezahltem ESU Jahr 2 (bis 12. Oktober 2027) bzw. Jahr 3 (bis 10. Oktober 2028). Privatnutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR, also auch Österreich) bekommen ESU kostenlos, solange sie mit einem Microsoft-Konto angemeldet bleiben – Microsoft hat das Consumer-ESU-Programm bis 12. Oktober 2027 verlängert. Die einzige dauerhafte Lösung ist der Umstieg auf Windows 11 oder ein anderes unterstütztes Betriebssystem.

Die wichtigsten Termine

EreignisDatumBetrifft
Windows 10 Supportende14. Oktober 2025alle
ESU Jahr 1 endet13. Oktober 2026Unternehmen (Volumenlizenz)
ESU Jahr 2 endet12. Oktober 2027Unternehmen
ESU Privat (Consumer ESU) endet12. Oktober 2027Privatnutzer (verlängert, ursprünglich Oktober 2026)
ESU Jahr 3 endet – endgültiges Ende10. Oktober 2028Unternehmen
Microsoft 365 Apps: letzte Sicherheitsupdates auf Windows 1010. Oktober 2028alle mit Microsoft 365

Was passiert, wenn ESU endet?

Windows 10 startet und läuft weiter – aber ab dem jeweiligen Enddatum kommen keine kritischen und wichtigen Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken bleiben offen. Ein Unternehmens-PC, für den kein ESU Jahr 2 gekauft wurde, ist ab 14. Oktober 2026 genauso ungeschützt wie ein PC ganz ohne ESU. Wichtig: ESU liefert ohnehin nur Sicherheitsupdates – keine neuen Funktionen, keine Fehlerbehebungen außerhalb der Sicherheit und keinen technischen Support.

Ihre Optionen im Überblick

  • Upgrade auf Windows 11 – kostenlos auf kompatibler Hardware (TPM 2.0, unterstützte CPU, UEFI mit Secure Boot). Oft ist TPM 2.0 nur im BIOS deaktiviert.
  • Hardware tauschen – für Geräte, die die Anforderungen nicht erfüllen oder ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer sind. Wir unterstützen bei Auswahl, Einrichtung und Datenübernahme, siehe Computer-Reparatur & Service.
  • ESU kaufen (Firmen) – als befristete Brücke für einzelne Geräte, die kurzfristig nicht umgestellt werden können. ESU ist kumulativ: Wer jetzt erst einsteigt, zahlt Jahr 1 nach.
  • ESU kostenlos (Private im EWR) – mit Microsoft-Konto angemeldet bleiben; gilt bis 12. Oktober 2027. Nicht für Firmengeräte in einer Domäne, in Microsoft Entra oder in einer Geräteverwaltung (MDM).
  • Linux für ältere PCs – für Geräte, die kein Windows 11 schaffen, aber für Browser, E-Mail und Office noch völlig ausreichen. Mehr dazu in unserem Beitrag Alter PC mit Linux.

Kurz-Checkliste für KMU (Oktober 2026)

  • Alle Windows-10-Geräte erfasst (Anzahl, Alter, Standort, Zweck)?
  • Für jedes Gerät geprüft: Windows-11-fähig (TPM 2.0, CPU, Secure Boot)?
  • Entschieden, welche Geräte bis 13. Oktober 2026 nicht umgestellt sind – und ob für diese ESU Jahr 2 gekauft wird?
  • Branchensoftware, Drucker und Spezialgeräte auf Windows-11-Kompatibilität geprüft?
  • Zeitplan und Budget für den Rest-Umstieg festgelegt – spätestens vor Oktober 2027?
  • Backups aktuell und getestet, MFA für alle Konten aktiv?

Sie möchten die Liste nicht selbst abarbeiten? Im Rahmen unserer Managed IT Services übernehmen wir Inventur, Planung und Umstieg. Privatpersonen helfen wir über unsere Computer-Hilfe in Weiz.

Was bedeutet das Windows 10 Supportende konkret?

Microsoft hat den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 eingestellt. Ohne ESU gibt es seither:

  • Keine Sicherheitsupdates – auch nicht bei kritischen Zero-Day-Lücken
  • Keine Quality-Updates und keine Bugfixes
  • Keinen technischen Support durch Microsoft
  • Keine neuen Funktionen

Die PCs funktionieren weiter, werden aber mit jedem Monat unsicherer. Microsoft selbst weist darauf hin, dass Antivirus-Software allein nicht ausreicht, wenn das Betriebssystem keine Sicherheitsupdates mehr erhält.

Dazu kommt: Die ursprünglichen Secure-Boot-Zertifikate von Microsoft aus dem Jahr 2011 laufen seit Juni 2026 schrittweise ab (das Zertifikat für den Windows-Bootloader am 19. Oktober 2026). Geräte, die die neuen 2023er-Zertifikate nicht erhalten, bekommen laut Microsoft keine neuen Schutzmaßnahmen mehr für den frühen Startvorgang. Microsoft empfiehlt Windows-10-Nutzern ausdrücklich ESU, um weiterhin Sicherheitsupdates – auch für Secure Boot – zu erhalten.

Microsoft 365 auf Windows 10

Microsoft 365 Apps (Word, Excel, Outlook usw.) laufen auf Windows 10 weiter. Microsoft liefert dafür noch Sicherheitsupdates bis 10. Oktober 2028. Funktionsupdates und Copilot-Unterstützung gibt es auf Windows 10 jedoch nur bis Version 2608 – danach bleiben die Apps auf diesem Stand. Tritt ein Problem nur unter Windows 10 auf, verweist der Microsoft-Support auf den Umstieg zu Windows 11. Mehr zur Einrichtung lesen Sie in unserem Beitrag zu Microsoft 365 für KMU.

Wo stehen Österreichs Unternehmen?

Die Migration läuft – aber langsamer als Microsoft hofft. Laut StatCounter lag der weltweite Marktanteil von Windows 11 im April 2026 bei rund 70 %, Windows 10 noch bei rund 28,5 %. In KMU ist das Bild oft ungünstiger: Hardware-Inkompatibilität, Branchensoftware und aufgeschobene Investitionen halten viele Betriebe auf Windows 10.

Mit ein paar In-Place-Upgrades ist das Problem häufig nicht erledigt. Windows 11 setzt TPM 2.0, UEFI mit Secure Boot und einen Prozessor von Microsofts Kompatibilitätsliste voraus – in der Praxis meist Intel Core ab der 8. Generation oder AMD Ryzen ab der 2000-Serie. Ältere Geräte werden offiziell nicht unterstützt, auch wenn sie technisch noch problemlos laufen.

Drei Risiken, die viele KMU unterschätzen

1. DSGVO-Risiko: Bußgeld plus persönliche Haftung

Art. 32 DSGVO verlangt, dass personenbezogene Daten „unter Berücksichtigung des Stands der Technik“ geschützt werden. Datenschutzbehörden orientieren sich dabei an Standards wie dem IT-Grundschutz des deutschen BSI und ISO 27001. Die Datenschutzbehörde Österreich folgt dieser EU-Linie.

Ein Betriebssystem, das keine Sicherheitsupdates mehr erhält, erfüllt diesen Stand der Technik nicht. Deutsche Datenschutzbehörden haben das bereits zum Supportende von Windows 7 klargestellt. Konsequenzen für österreichische KMU:

  • Bußgelder bis 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 83 DSGVO)
  • Rechenschaftspflicht – das Unternehmen muss belegen, warum trotz fehlender Updates angemessene Sicherheit gewährleistet ist
  • Schlechte Position im Schadensfall – ein Datenleck auf nicht mehr gewarteter Software lässt sich kaum rechtfertigen
  • Bei NIS2-pflichtigen Unternehmen kommt zusätzlich die persönliche Haftung der Geschäftsführung dazu (siehe unser Beitrag zu NIS2 / NISG 2026)

2. Cyber-Versicherung verweigert die Leistung

Die Cyber-Versicherer haben ihre Bedingungen 2026 deutlich verschärft. Branchenzahlen aus dem Coalition 2026 Cyber Claims Report und weiteren Marktanalysen:

  • Über 40 % aller Cyber-Schadensfälle werden 2026 durch Ausschluss-Klauseln ganz oder teilweise abgelehnt
  • 41 % der Versicherungsanträge werden bereits beim ersten Antrag abgelehnt – Top-Gründe: fehlende MFA und unzureichender Endpoint-Schutz
  • 96 % der Versicherer verlangen erzwungene Multi-Faktor-Authentifizierung auf E-Mail, VPN, Remote-Zugängen und allen Admin-Konten
  • 88 % verlangen EDR oder MDR (Endpoint Detection and Response) auf allen Endgeräten
  • Ungepatchte und End-of-Life-Systeme zählen zu den am häufigsten genannten Ablehnungsgründen

Laut KPMG-Cybersecurity-Studie Österreich 2025 verfügen nur etwa 22 % der österreichischen Unternehmen überhaupt über eine Cyber-Versicherung. Wer eine hat und gleichzeitig Windows 10 ohne ESU betreibt, läuft Gefahr, im Ernstfall den Schaden selbst zu tragen.

3. Ransomware nutzt End-of-Life-Systeme gezielt aus

Laut BSI-Lagebericht 2025 wurden im Berichtszeitraum 950 Ransomware-Angriffe registriert – davon rund 80 % gegen kleine und mittlere Unternehmen. Gleichzeitig erfüllen KMU laut BSI im Schnitt nur 56 % der Basisanforderungen an IT-Sicherheit. KMU sind bevorzugte Ziele, weil sie oft keine eigene IT-Abteilung haben und auf Altsysteme angewiesen sind.

Ein PC ohne Sicherheitsupdates ist für Angreifer eine offene Tür. Typische Folgen:

  • Tagelange Betriebsausfälle bis zur Wiederherstellung
  • Datenverlust trotz Backups – wenn die Backups mit verschlüsselt wurden
  • Lösegeldforderungen und Kosten für Forensik und Wiederherstellung
  • Reputationsschaden bei Kunden und Lieferanten
  • Meldepflicht an die Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden

Wer das Thema Phishing und Awareness ernst nimmt, Backups nach der 3-2-1-Regel hat und auf einem unterstützten Betriebssystem arbeitet, hat eine reelle Chance. Ohne diese Basis wird jeder Angriff zum Glücksspiel.

Migrationswege im Vergleich

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Welcher Pfad passt, hängt vom Hardware-Bestand, von der eingesetzten Software und vom Budget ab.

WegVorteileNachteileWann sinnvoll?
In-Place-Upgrade auf Windows 11Kostenlos, Daten und Software bleiben, schnellNur auf kompatibler Hardware (TPM 2.0, unterstützte CPU)Geräte, die alle Anforderungen erfüllen
Hardware-Tausch + neues Windows 11Performance-Sprung, lange Lebensdauer, Copilot+-fähigInvestition pro ArbeitsplatzÄltere Geräte, Festplatte statt SSD, ohnehin überfällig
ESU Jahr 2/3 als ÜbergangSchnell aktivierbar, Updates bis max. 10. Oktober 2028Preis verdoppelt sich jährlich, kumulativ, keine Funktionen, kein SupportEinzelne Spezialgeräte, deren Umstieg Zeit braucht
LinuxKostenlos, läuft auf älterer Hardware, kein Vendor-Lock-inSoftware-Kompatibilität prüfen (ERP, Branchen-Tools)Office- und Browser-Arbeitsplätze, siehe alter PC mit Linux

Die meisten KMU fahren am besten mit einer Mischstrategie: In-Place-Upgrade wo es geht, neue Geräte für ältere Hardware, ESU als Notnagel für ein paar Spezialgeräte und Linux dort, wo Software und Arbeitsablauf es zulassen.

Hardware-Check: Ist mein PC Windows-11-fähig?

Bevor Sie über Budget reden, brauchen Sie eine ehrliche Inventur. Microsoft nennt für Windows 11 folgende Mindestanforderungen:

  • Prozessor: 1 GHz oder schneller, mindestens 2 Kerne, 64-Bit, auf Microsofts Liste kompatibler Prozessoren
  • Arbeitsspeicher: mindestens 4 GB RAM (in der Praxis: 8 GB+ für vernünftiges Arbeiten)
  • Speicher: 64 GB oder mehr (besser: SSD mit 256 GB+)
  • TPM: Trusted Platform Module Version 2.0
  • Firmware: UEFI, Secure-Boot-fähig
  • Grafik: DirectX 12 oder neuer mit WDDM-2.0-Treiber
  • Display: 720p, mindestens 9 Zoll, 8 Bit pro Farbkanal
  • Internet: Windows 11 Home benötigt bei der Ersteinrichtung Internet und ein Microsoft-Konto

Für ein direktes Upgrade muss Windows 10 mindestens in Version 2004 laufen. Den schnellsten Check liefert die App PC-Integritätsprüfung von Microsoft.

TPM 2.0: Oft nur deaktiviert, nicht fehlend

Bei vielen Geschäfts-PCs der letzten Jahre ist TPM 2.0 bereits verbaut, aber im BIOS/UEFI deaktiviert (bei Intel oft als „PTT“, bei AMD als „fTPM“ bezeichnet). Das Aktivieren ist kostenlos und dauert wenige Minuten. Vor einem Hardware-Tausch lohnt es sich also, jeden Verdachtskandidaten einzeln zu prüfen – wir machen das im Rahmen unseres Migration-Audits routinemäßig.

Copilot+ PC: Wann sich der Aufpreis lohnt

Wer ohnehin Hardware tauscht und Microsoft Copilot und KI-Funktionen produktiv einsetzen will, sollte sich Copilot+-PCs ansehen. Sie verlangen 16 GB RAM, 256 GB SSD und eine NPU mit mindestens 40 TOPS (z.B. Intel Core Ultra 200V, AMD Ryzen AI 300, Qualcomm Snapdragon X). Für klassische Office-Arbeitsplätze sind sie nicht zwingend nötig. Mehr dazu in unserem Beitrag zu KI für KMU.

ESU für Unternehmen: Was kostet Jahr 2 und Jahr 3?

Unternehmen kaufen Extended Security Updates (ESU) über die Microsoft-Volumenlizenzierung. Berechtigt sind Windows 10 Pro (gewerblich genutzt), Enterprise und Education, jeweils in Version 22H2. Microsoft nennt einen Listenpreis von 61 US-Dollar pro Gerät für Jahr 1; der Preis verdoppelt sich jedes Jahr.

ESU-JahrAbdeckung bisListenpreis pro Gerät (USD)Kumulativ bei Einstieg jetzt
Jahr 113. Oktober 202661 $–
Jahr 212. Oktober 2027122 $ (Verdopplung)183 $ (Jahr 1 + 2)
Jahr 310. Oktober 2028244 $ (Verdopplung)427 $ (Jahr 1 + 2 + 3)

Die Euro-Preise hängen vom Lizenzpartner und Vertragsmodell ab – lassen Sie sich ein konkretes Angebot geben.

Wichtige Details laut Microsoft:

  • Kumulativ: Wer erst in Jahr 2 einsteigt, muss Jahr 1 nachkaufen. Teilzeiträume (z.B. nur sechs Monate) gibt es nicht.
  • Maximal 3 Jahre – nach dem 10. Oktober 2028 ist endgültig Schluss.
  • Mindestabnahme: 1 Lizenz – auch ein einzelner Arbeitsplatz lässt sich absichern.
  • Cloud-Rabatt: Für Geräte, die über Microsoft Intune oder Windows Autopatch verwaltet werden, nennt Microsoft rund 25 % Rabatt (45 US-Dollar für Jahr 1).
  • Ohne Aufpreis für Windows-10-VMs in Windows 365, Azure Virtual Desktop und Azure-VMs; Windows-10-Geräte, die auf Windows-365-Cloud-PCs zugreifen, sind mit aktivem Abo ebenfalls ESU-berechtigt.
  • Keine Features, kein technischer Support – nur kritische und wichtige Sicherheitsupdates.
  • Consumer ESU ist keine Alternative für Firmen-PCs: Geräte in einer Active-Directory-Domäne, in Microsoft Entra ID oder in einer MDM-Verwaltung sind vom kostenlosen Privat-ESU ausgeschlossen.

Rechenbeispiel für ein KMU mit 30 PCs, die bis Oktober 2028 auf Windows 10 bleiben sollen: 30 × 427 $ = 12.810 US-Dollar Listenpreis – nur für Sicherheitsupdates, ohne neue Funktionen. Dieselbe Summe fließt beim Hardware-Tausch in Geräte, die viele Jahre unterstützt werden.

ESU ist ein Übergangsinstrument, kein Plan. Sinnvoll ist es vor allem für kritische Spezialgeräte (Maschinensteuerungen, alte Branchensoftware), die kurzfristig nicht umgestellt werden können.

ESU für Privatnutzer in Österreich

Für Privatpersonen gilt das Consumer-ESU-Programm, das Microsoft bis 12. Oktober 2027 verlängert hat. Bereits angemeldete Geräte bleiben automatisch bis zu diesem Datum abgedeckt. Im Europäischen Wirtschaftsraum ist die Anmeldung ohne Zusatzkosten möglich, solange Sie mit Ihrem Microsoft-Konto am PC angemeldet bleiben; alternativ gibt es einen Einmalkauf. Voraussetzungen laut Microsoft:

  • Windows 10 Version 22H2 (Home, Pro, Pro Education oder Pro for Workstations) mit aktuellen Updates
  • ein Microsoft-Konto mit Administratorrechten (kein Kinderkonto) – mit lokalem Konto ist keine Anmeldung möglich
  • eine ESU-Lizenz gilt für bis zu 10 Geräte desselben Kontos

Die Anmeldung erfolgt unter Einstellungen › Update und Sicherheit › Windows Update. Bei Fragen hilft unsere Computer-Hilfe in Weiz – auf Wunsch auch per Fernwartung.

Die 5 Schritte einer sauberen Windows 11 Migration im KMU

Eine strukturierte Migration vermeidet die typischen Stolperfallen – Datenverlust, ausgefallene Drucker, kaputte Branchensoftware, Frust bei den Mitarbeitern.

  • Schritt 1: Inventur und Hardware-Check. Welche Geräte gibt es, in welchem Zustand, welche sind Windows-11-fähig? TPM-Status, CPU und RAM systematisch erfassen. Ergebnis: eine Liste mit drei Kategorien – „Upgrade“, „Tausch“, „Spezialfall“.
  • Schritt 2: Anwendungs- und Treiber-Audit. Welche Software ist im Einsatz – ERP, Buchhaltung, Branchenlösungen, Drucker, Scanner, Spezialhardware? Welche Versionen sind Windows-11-tauglich? Alte Versionen jetzt aktualisieren, nicht erst während der Migration.
  • Schritt 3: Plan und Budget. Realistische Aufwände einplanen: 2–4 Stunden pro Arbeitsplatz für In-Place-Upgrades, 4–6 Stunden für Neuinstallationen, plus Puffer. Für Geräte, die nicht rechtzeitig fertig werden, die ESU-Kosten für Jahr 2 einrechnen.
  • Schritt 4: Pilot-Rollout mit 5–10 Geräten. Einzelne Abteilungen oder typische Arbeitsplätze testen, Probleme dokumentieren, Treiber- und Software-Konflikte lösen. Erst danach das große Rollout.
  • Schritt 5: Rollout, Schulung und MFA aktivieren. Beim Rollout gleich die Sicherheitsbasics mitnehmen: Multi-Faktor-Authentifizierung, Microsoft 365 Security-Defaults, saubere Backup-Strategie, Awareness-Schulung.

Wer diese Reihenfolge einhält, hat bei mittleren Stückzahlen die Migration in 8–12 Wochen durch – und nutzt sie als Hebel für ein höheres Sicherheitsniveau insgesamt.

Windows 11 Umstieg in Weiz, Hartberg und der Oststeiermark

Als IT-Dienstleister in Weiz, Gleisdorf, St. Ruprecht an der Raab, Birkfeld, Hartberg, Pöllau, Vorau, Passail und im Großraum Graz begleiten wir KMU und Privatkunden durch den Windows 11 Umstieg – pragmatisch, ohne unnötige Hardware-Käufe und mit Fokus auf Sicherheit und Betriebskontinuität:

  • Migration-Audit – schriftliche Inventur Ihrer Geräte, Hardware-Check, Software-Kompatibilität
  • In-Place-Upgrades auf Windows 11 für kompatible Geräte
  • Hardware-Beschaffung und -Einrichtung – wir liefern, installieren und übernehmen Ihre Daten, siehe Computer-Reparatur & Service
  • ESU-Lizenzen für Spezialgeräte über die Microsoft-Volumenlizenzierung
  • Linux als Alternative für geeignete Arbeitsplätze – siehe unsere Open-Source-Beratung
  • Microsoft 365 + MFA im Rahmen der Migration sauber aufsetzen – siehe Microsoft 365 Administration
  • Laufende Betreuung über unsere Managed IT Services – damit aus dem Migrationsprojekt eine dauerhaft sichere IT wird

Wir kommen vor Ort oder unterstützen per Fernwartung – je nachdem, was für Sie schneller geht.

Fazit

Seit dem 14. Oktober 2025 ist Windows 10 ohne ESU ein DSGVO-Risiko, ein Versicherungsproblem und eine offene Flanke gegenüber Ransomware. Mit dem Ende von ESU Jahr 1 am 13. Oktober 2026 stehen Unternehmen vor der Wahl: für jedes verbliebene Windows-10-Gerät den doppelten ESU-Preis zahlen oder umsteigen. Privatnutzer im EWR haben mit dem kostenlosen Consumer ESU bis 12. Oktober 2027 etwas mehr Luft – sollten diese Zeit aber für den Umstieg nutzen. Mit einer sauberen Inventur, realistischer Budgetplanung und einem strukturierten Rollout ist der Windows 11 Umstieg auch für kleine Betriebe gut machbar.

Sie wissen nicht, wie viele Ihrer PCs Windows-11-fähig sind, oder brauchen kurzfristig eine Entscheidung zu ESU Jahr 2? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch oder nutzen Sie für akute Fragen unsere Fernwartung – wir sagen Ihnen ehrlich, welche Geräte sich lohnen, welche getauscht werden sollten und wie ein realistischer Zeitplan aussieht.

Häufige Fragen

Kann ich Windows 10 nach Oktober 2026 noch nutzen?

Ja, Windows 10 läuft technisch weiter. Entscheidend ist, ob Sie noch Sicherheitsupdates erhalten: Unternehmen brauchen dafür ab 14. Oktober 2026 eine ESU-Lizenz für Jahr 2 (Abdeckung bis 12. Oktober 2027). Privatnutzer im EWR erhalten über das kostenlose Consumer ESU Updates bis 12. Oktober 2027, solange sie mit ihrem Microsoft-Konto angemeldet bleiben. Ohne ESU ist der PC ungeschützt und sollte nicht mehr für Online-Banking, E-Mail oder Kundendaten verwendet werden.

Wann endet ESU für Windows 10?

Für Unternehmen endet ESU Jahr 1 am 13. Oktober 2026, Jahr 2 am 12. Oktober 2027 und Jahr 3 – das endgültige Ende – am 10. Oktober 2028. Das Consumer-ESU-Programm für Privatnutzer hat Microsoft vom ursprünglichen Oktober 2026 auf den 12. Oktober 2027 verlängert.

Was kostet ESU für Unternehmen?

Microsoft nennt 61 US-Dollar pro Gerät für Jahr 1; der Preis verdoppelt sich jedes Jahr, rechnerisch also 122 US-Dollar für Jahr 2 und 244 US-Dollar für Jahr 3. Weil ESU kumulativ ist, zahlt ein Neueinsteiger jetzt Jahr 1 und 2 zusammen. Für Geräte, die über Microsoft Intune oder Windows Autopatch verwaltet werden, gibt es rund 25 % Rabatt; für Windows 365 und Azure-VMs ist ESU ohne Aufpreis enthalten. Die Euro-Preise hängen vom Lizenzpartner ab.

Ist ESU für Privatnutzer in Österreich kostenlos?

Ja. Im Europäischen Wirtschaftsraum, also auch in Österreich, können sich Privatnutzer ohne Zusatzkosten für ESU anmelden, solange sie mit einem Microsoft-Konto mit Administratorrechten am PC angemeldet bleiben. Voraussetzung ist Windows 10 Version 22H2. Eine Lizenz gilt für bis zu 10 Geräte. Firmengeräte in einer Domäne, in Microsoft Entra ID oder in einer Geräteverwaltung sind ausgeschlossen.

Funktioniert Microsoft 365 noch unter Windows 10?

Ja. Microsoft liefert für Microsoft 365 Apps auf Windows 10 noch Sicherheitsupdates bis 10. Oktober 2028. Neue Funktionen und Copilot-Unterstützung gibt es auf Windows 10 aber nur bis Version 2608. Probleme, die nur unter Windows 10 auftreten, löst der Microsoft-Support nicht mehr – er empfiehlt den Umstieg auf Windows 11.

Welche Hardware-Anforderungen stellt Windows 11?

Ein 64-Bit-Prozessor mit mindestens 1 GHz und zwei Kernen von Microsofts Kompatibilitätsliste (in der Praxis meist Intel Core ab der 8. Generation oder AMD Ryzen ab der 2000-Serie), 4 GB RAM (praktisch 8 GB und mehr), 64 GB Speicher, TPM 2.0, UEFI mit Secure Boot, DirectX 12 mit WDDM 2.0 und ein Display ab 9 Zoll mit 720p. Die App PC-Integritätsprüfung von Microsoft zeigt, ob Ihr Gerät geeignet ist.

Mein PC meldet, TPM 2.0 fehle – muss ich neue Hardware kaufen?

Oft nicht. Bei vielen Geschäfts-PCs der letzten Jahre ist TPM 2.0 verbaut, aber im BIOS/UEFI deaktiviert. Das Aktivieren kostet nichts und dauert wenige Minuten. Prüfen Sie jeden Verdachtskandidaten einzeln, bevor Sie ein Gerät abschreiben – im Migration-Audit machen wir das routinemäßig.

Wie lange dauert ein Windows 11 Umstieg in der Firma?

Rechnen Sie mit 2 bis 4 Stunden pro Arbeitsplatz für ein In-Place-Upgrade und 4 bis 6 Stunden für eine Neuinstallation, plus Puffer. Bei mittleren Stückzahlen ist die Migration mit sauberer Inventur, Pilot-Rollout und geplantem Ausrollen in 8 bis 12 Wochen erledigt. Großprojekte ab 50 Geräten brauchen realistisch 4 bis 6 Monate.

Ist Linux eine Alternative zum Hardware-Tausch?

Für Office- und browserzentrische Arbeitsplätze ja: Linux ist kostenlos, läuft auf älterer Hardware und bindet Sie an keinen Hersteller. Der Prüfpunkt ist die Software – ERP-Systeme, Buchhaltung und Branchenlösungen müssen laufen. Für private PCs, die kein Windows 11 schaffen, ist Linux oft die günstigste Lösung, siehe Alter PC mit Linux.

Quellen

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