Sicherheits-Check & Bestandsaufnahme
Welche Geräte, Konten und Dienste gibt es, was ist aktuell, wo liegen die Daten, was ist bereits abgesichert? Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste – nicht ein Bericht, der in der Schublade landet.
Viele kleine Betriebe gehen davon aus, für Angreifer uninteressant zu sein. Das Gegenteil ist der Fall: KMU haben weniger Ressourcen für IT-Sicherheit, betreiben häufiger veraltete Systeme und schulen ihre Mitarbeiter seltener zu Phishing und Social Engineering. Gleichzeitig verarbeiten sie genau das, was sich verwerten lässt – Kundendaten, Bankverbindungen, Angebote und Konstruktionsunterlagen.
Dazu kommt der äußere Druck: Das NISG 2026 gilt seit 1. Oktober 2026, Auftraggeber verlangen Sicherheitsnachweise von ihren Zulieferern, und eine Cyber-Versicherung setzt meist Maßnahmen wie MFA und geschützte Backups voraus. Die gute Nachricht: Was dort verlangt wird, ist größtenteils ohnehin gute IT-Sicherheitspraxis – und lässt sich Schritt für Schritt umsetzen.
Kein einzelnes Produkt macht ein Unternehmen sicher. Wirksam ist das Zusammenspiel aus Technik, Organisation und Aufmerksamkeit – deshalb denken wir in Bausteinen, die aufeinander aufbauen.
Welche Geräte, Konten und Dienste gibt es, was ist aktuell, wo liegen die Daten, was ist bereits abgesichert? Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste – nicht ein Bericht, der in der Schublade landet.
Professionell konfigurierte Firewall, getrenntes Gäste-WLAN, Segmentierung des Firmennetzes und verschlüsselter Fernzugriff per NetBird VPN statt offener Ports.
Betriebssystem, Office, Branchensoftware und Router-Firmware werden aktuell gehalten. Viele Angriffe nutzen bekannte Lücken, für die es längst Updates gibt.
Schutzsoftware auf jedem Gerät, zentral verwaltet und überwacht – damit auffällt, wenn sie irgendwo abgelaufen oder deaktiviert ist.
Lokal für die schnelle Wiederherstellung, extern gegen Brand und Diebstahl – und mindestens eine unveränderliche oder getrennte Kopie, die Ransomware nicht erreicht.
Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Konten, getrennte Admin-Konten, Conditional Access und Defender sauber konfiguriert – plus ein eigenes Backup für Exchange, OneDrive, SharePoint und Teams.
SPF, DKIM und DMARC verhindern, dass Betrüger in Ihrem Namen E-Mails versenden. Dazu Spam- und Schadsoftware-Filter, die Phishing aussortieren, bevor es im Postfach landet.
Schulungen zu Phishing, Passwörtern und Social Engineering, auf Wunsch über eine Awareness-Plattform mit simulierten Phishing-Tests und Auswertung.
Wer entscheidet, wer wird angerufen, welche Systeme werden isoliert, wer meldet an die Datenschutzbehörde? Schriftlich festgehalten, bevor es ernst wird – nicht währenddessen.
Patch-Management, Monitoring und verwalteter Virenschutz laufen dauerhaft am besten im Rahmen unserer Managed IT-Services. Die Absicherung Ihres Tenants übernimmt unsere Microsoft 365 Administration, Server und Active Directory betreut die Server-Verwaltung. Wie Sie gefälschte E-Mails erkennen, zeigt unser Ratgeber Phishing erkennen und sich schützen.
Wenn alle anderen Maßnahmen versagen, entscheidet die Datensicherung, ob Sie in Stunden wieder arbeiten oder von vorne beginnen. Moderne Ransomware sucht gezielt zuerst die Backups.
3
Kopien Ihrer Daten – das Original plus zwei Sicherungen.
2
Verschiedene Speichermedien, damit ein Defekt nicht beide trifft.
1
Kopie an einem externen Standort – gegen Brand, Wasserschaden und Diebstahl.
+1
Unveränderliche (immutable) oder vom Netz getrennte Kopie, die auch mit Administratorrechten nicht gelöscht werden kann.
Eine Sicherung auf einem vom Server erreichbaren Netzlaufwerk wird im Ernstfall mitverschlüsselt. Dazu gehören eigene Zugangsdaten für das Backup-System und regelmäßige Wiederherstellungstests. Details im Ratgeber Datensicherung und Backup für KMU.
Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet, muss nach Art. 32 DSGVO geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen – abgestimmt auf das Risiko, den Stand der Technik und die Kosten der Umsetzung. Das betrifft die Ordination mit Patientendaten ebenso wie den Handwerksbetrieb mit Kundenkartei.
Konkret nennt die DSGVO unter anderem Verschlüsselung, die dauerhafte Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Systeme, die rasche Wiederherstellung nach einem Zwischenfall und die regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen. Übersetzt heißt das: Zugriffsrechte, MFA, aktuelle Systeme, ein getestetes Backup und eine Dokumentation, die zeigt, dass all das tatsächlich läuft.
Kommt es zu einer Datenpanne, ist sie in der Regel innerhalb von 72 Stunden an die Datenschutzbehörde zu melden. Wer seine Maßnahmen dokumentiert hat, kann in dieser Situation belegen, was getan wurde. Die rechtliche Beurteilung im Einzelfall bleibt Sache Ihrer Rechtsberatung – die technische Umsetzung übernehmen wir.
Das NISG 2026 setzt die EU-Richtlinie NIS2 in Österreich um und ist am 1. Oktober 2026 in Kraft getreten.
Unternehmen in einem der 18 Sektoren – etwa Lebensmittel, verarbeitendes Gewerbe, Gesundheit oder Abfall – mit 50 oder mehr Beschäftigten oder mehr als 10 Millionen Euro Umsatz bzw. Bilanzsumme. Ein Kriterium genügt.
Betroffene Unternehmen müssen ihre Dienstleister und Zulieferer prüfen. Das bedeutet Sicherheitsfragebögen, Vertragsklauseln und Audit-Rechte – auch für Betriebe, die selbst unter der Schwelle liegen.
Zehn Mindestmaßnahmen, darunter Risikoanalyse, Backup und Notfallwiederherstellung, MFA, Schulungen und ein Plan für Sicherheitsvorfälle. Registrierung bis 31. Dezember 2026, Meldepflichten gelten bereits.
Sektoren, Fristen und Strafrahmen im Detail: NIS2 für KMU – das NISG 2026 erklärt.
30 % der anrechenbaren Projektkosten, maximal 15.000 € pro Projekt, Laufzeit bis 30. Juni 2027. Gefördert werden ganzheitliche Projekte: Risikoanalyse, mindestens vier Stunden Mitarbeiter-Sensibilisierung und die Umsetzung der Empfehlungen – etwa Firewall, MFA oder Backup-Infrastruktur. Alle Details zu SFG Cyber!Sicher
Status- und Potenzialanalyse mit 80 % (max. 400 € pro Tool), Strategie-Beratung mit 50 % (max. 1.000 € pro Tool), Umsetzung mit 30 % (max. 6.000 € pro Projekt). IT- und Cybersecurity ist eines der Förderthemen; eine geförderte Beratung muss vor der Umsetzungsförderung abgeschlossen sein.
Wichtig: Bei beiden Programmen muss der Antrag vor Projektbeginn eingebracht sein – Leistungen davor sind nicht förderbar. Wir planen das Projekt deshalb mit Ihnen so, dass die Reihenfolge stimmt.
Erstgespräch
Kostenlos und unverbindlich: Was macht Ihr Betrieb, welche Daten sind kritisch, gibt es Anforderungen von Kunden, Versicherung oder NIS2?
Bestandsaufnahme
Geräte, Konten, Netzwerk, Backup und E-Mail werden geprüft. Ergebnis: eine priorisierte Liste der Lücken.
Umsetzung
Das Wichtigste zuerst – meist Backup, MFA und Updates. Schrittweise, ohne Betriebsunterbrechung, mit Dokumentation.
Laufender Schutz
Sicherheit ist kein Projekt mit Enddatum. Updates, Überwachung und Schulungen laufen weiter – vor Ort oder per Fernwartung.
Wer Ihnen absolute Sicherheit verspricht, verkauft etwas. Gute Maßnahmen senken die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs und begrenzen den Schaden – ausschließen können sie ihn nicht. Genau deshalb gehören Backup und Notfallplan dazu.
Keine Firewall verhindert, dass jemand seine Zugangsdaten auf einer nachgebauten Anmeldeseite eingibt. Technik und geschulte Mitarbeiter sind zwei Baustellen, die nur gemeinsam wirken.
Wir setzen die technischen Maßnahmen um und dokumentieren sie. Die rechtliche Bewertung – etwa zur DSGVO oder zur NIS2-Einstufung im Grenzfall – gehört zu Ihrer Rechtsberatung.
Krempl-IT sitzt in Miesenbach bei Birkfeld im Bezirk Weiz. Sicherheits-Checks, Firewall-Installationen und Schulungen erledigen wir vor Ort, laufende Betreuung und schnelle Hilfe per Fernwartung.
Das hängt von der Anzahl der Arbeitsplätze und Server, dem Zustand der bestehenden Umgebung und den Maßnahmen ab, die tatsächlich fehlen. Deshalb steht am Anfang eine Bestandsaufnahme, danach erhalten Sie ein Angebot mit klar beschriebenem Umfang. Das Erstgespräch ist kostenlos. Für Sicherheitsprojekte kommen außerdem Förderungen wie KMU.DIGITAL und – für steirische KMU – SFG Cyber!Sicher in Frage; der Antrag muss dabei vor Projektbeginn eingebracht sein.
Drei Kopien Ihrer Daten – das Original plus zwei Backups –, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine Kopie an einem externen Standort. Seit Ransomware gezielt nach Backups sucht, empfiehlt sich die Erweiterung auf 3-2-1-1: Die zusätzliche Eins steht für eine unveränderliche (immutable) oder vom Netzwerk getrennte Kopie, die auch mit Administratorrechten nicht gelöscht werden kann. Entscheidend ist außerdem, dass Wiederherstellungen regelmäßig getestet werden.
Das NISG 2026 tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft. Direkt betroffen sind Unternehmen in einem der 18 Sektoren der beiden Anlagen, wenn sie 50 oder mehr Beschäftigte oder mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme haben – bestimmte Einrichtungen wie DNS-Anbieter oder Telekommunikationsanbieter unabhängig von der Größe. Kleinere Betriebe spüren NIS2 oft indirekt, weil betroffene Kunden von ihren Zulieferern Sicherheitsnachweise verlangen.
Ruhe bewahren und den Vorfall dokumentieren. Betroffene Systeme vom Netzwerk isolieren, aber nicht abschalten – sonst gehen Spuren im Arbeitsspeicher verloren. Dann IT-Unterstützung hinzuziehen. Sind personenbezogene Daten betroffen, ist die Meldepflicht an die Datenschutzbehörde nach DSGVO innerhalb von 72 Stunden zu beachten; NIS2-pflichtige Unternehmen melden zusätzlich gestaffelt an CERT.at, die Frühwarnung innerhalb von 24 Stunden.
Nein. Ein Virenschutz ist ein Baustein unter mehreren. Viele Angriffe beginnen mit gestohlenen Zugangsdaten, ungepatchten Systemen oder einer täuschend echten E-Mail – dagegen helfen Multi-Faktor-Authentifizierung, Patch-Management, E-Mail-Sicherheit und geschulte Mitarbeiter. Und wenn doch etwas durchkommt, entscheidet ein funktionierendes Backup darüber, ob aus dem Vorfall ein Totalausfall wird.
In der Regel nicht. Die Bestandsaufnahme zeigt, was bereits abgesichert ist und wo die Lücken liegen. Funktionierende Hardware und Software werden weiterverwendet, ersetzt wird nur, was ein echtes Risiko darstellt – etwa ein Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates oder eine Firewall, die nicht mehr gepflegt wird.
Mehr zum Thema im Ratgeber IT-Sicherheit für KMU in der Steiermark: die wichtigsten Maßnahmen
Wir schauen uns an, was bei Ihnen abgesichert ist und was nicht – und sagen Ihnen ehrlich, welche Schritte zuerst Sinn machen. Erstgespräch kostenlos, vor Ort in Weiz, Gleisdorf, Birkfeld, Hartberg und im Raum Graz.